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zur Rubrik Pferdetherapie

  Manuelle Therapie - mit den Händen heilen

Massage

Die Massage ist eine altbewährte Therapiemethode, die vielschichtig auf den Organismus einwirkt. Neben einer tonunsregulierenden Wirkung werden auch Verklebungen zwischen Gewebeschichten gelöst und damit die Beweglichkeit verbessert. Außerdem werden Durchblutung und Lymphfluss angeregt. Dies verbessert die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen und sorgt für einen schnelleren Abtransport der Abfallstoffe. Durch eine Massage werden auch verschiedene chemische Stoffe wie
Histamin und Endorphin freigesetzt, das wiederum eine wundheilende
bzw. schmerzhemmende Wirkung hat. Zusätzlich wird die Schmerz-
weiterleitung auch durch Stimulation von Rezeptoren der Haut
gehemmt. Eine Massage steigert insgesamt das Wohlbefinden.

Passive Mobilisation & Dehnung

Der Übergang zwischen Mobilisieren und Dehnen ist fließend. Während
beim Dehnen eher die Muskulatur im Vordergrund steht, zielt
Mobilisation auf eine Erhöhung der Gelenkbeweglichkeit ab. In der
Praxis wird bei den meisten Mobilisierungen auch gedehnt.
Durch sanfte Bewegungen des zu behandelnden Körpersegments in
der physiologischen Achse wird das Gelenk bis an seine muskuläre
Grenze gebracht. Dort wird verharrt bis eine Muskelentspannung zu
spüren ist. Erst dann wird die Bewegung minimal fortgesetzt. Durch die erfolgte Muskelentspannung wird
sowohl die Durchblutung als auch die Beweglichkeit verbessert.
Wird diese Technik nicht korrekt ausgeführt, bewirkt sie genau das Gegenteil und der betroffene Körperbereich verspannt sich weiter.

Streßpunkt-Therapie nach Jack Meagher

Während sich ein Pferd bewegt, gibt es immer einen Punkt der dabei am stärksten belastet wird. Bei Überlastung können sich an diesem Punkt Triggerpunkte (Dauerkrämpfe einzelner Muskelfasern) bilden. Diese kann man sich als kleine verhärtete Knoten vorstellen, die für das Pferd sehr schmerzhaft sind. Häufig sind dies die Ansatzpunkte der Muskeln. Auf dem Röntgenbild können diese Triggerpunkte nicht nachgewiesen werden. Oft sind diese Stellen auch dafür verantwortlich, dass sich ein Pferd nicht mehr nach einer Seite biegen lässt oder Probleme beim angaloppieren hat.

Lymphdrainage

Bei Verletzungen oder Operationen werden die Lymphbahnen häufig unterbrochen. Der Rückfluss der Lymphe aus den Geweben ist dann behindert, und es können sich Lymphstauungen in Form von Schwellungen und Ödemen bilden. In diesem Fall kann eine Lymphdrainage helfen. Es ist eine spezielle Massageform mit systematischer Anordnung und rhythmischer Folge von Drehgriffen, Schöpfgriffen, Pumpgriffen. Dadurch wird der Abtransprot der Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe gefördert.

Lösen der Halsmuskulatur während einer Massage